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Wirkt aus Tradition.

Zu wenig Magensäure? Warum sie für die Verdauung so wichtig ist

Wenn von Verdauungsproblemen und Magenschmerzen die Rede ist, denken viele Menschen zunächst an zu viel Magensäure. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein: Produziert der Magen zu wenig Säure (Achylie), können Verdauungsprozesse gestört, Proteine nicht richtig aufgespalten und Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. Darüber hinaus können Krankheitserreger leichter in den Darm gelangen. Das führt zu Blähungen, Völlegefühl oder anderen Beschwerden.

Welche Aufgaben hat die Magensäure?

Die Magensäure wird von der Magenschleimhaut gebildet und erfüllt gleich mehrere wichtige Aufgaben.

Sie trägt dazu bei,

  • die aufgenommene Nahrung auf die weitere Verdauung vorzubereiten,
  • Eiweiße aufzuschließen,
  • bestimmte Nährstoffe besser verfügbar zu machen,
  • sowie die Nahrung für die weitere Verdauung vorzubereiten

Erst wenn diese ersten Verdauungsschritte im Magen stattfinden, können die Nährstoffe im weiteren Verlauf des Verdauungstrakts verarbeitet werden.

Wodurch kann zu wenig Magensäure entstehen?

Die Bildung von Magensäure kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Mögliche Ursachen sind unter anderem:

  • zunehmendes Alter
  • chronische Entzündungen der Magenschleimhaut
  • operative Eingriffe am Magen
  • langfristige Einnahme magensäurehemmender Medikamente
  • anhaltender Stress

Welche Beschwerden können auftreten?

Magensäure wird fälschlicherweise oft mit negativen Begleiterscheinungen assoziiert. Tatsächlich hat die durch die Magenschleimhaut produzierte Magensäure die wichtige Aufgabe den Speisebrei zu zersetzen und sämtliche Nährstoffe wie Spurenelemente und Vitamine aufzuspalten. Weiters werden durch den Säuregehalt die meisten im Essen enthaltenen unerwünschten Bakterien abgetötet.

Ein Mangel an Magensäure kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Häufige Beschwerden sind:

  • Völlegefühl nach dem Essen
  • Blähungen
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Verdauungsbeschwerden
  • das Gefühl, dass Mahlzeiten lange „im Magen liegen"

Da diese Symptome auch andere Ursachen haben können, sollten anhaltende Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden.

Was kann helfen?

Zitronensäure

Zitronensäure ist eine natürliche organische Fruchtsäure, die vor allem in Zitrusfrüchten vorkommt. Aufgrund ihres sauren pH-Werts wird sie seit vielen Jahren in verschiedenen Präparaten eingesetzt. Im Magen trägt ein saures Milieu dazu bei, die Nahrung für die weitere Verdauung vorzubereiten und optimale Bedingungen für körpereigene Verdauungsenzyme zu schaffen.

Weinsäure

Weinsäure kommt natürlicherweise unter anderem in Trauben vor und zählt ebenfalls zu den organischen Fruchtsäuren. Gemeinsam mit anderen Säuren, wie Zitronensäure, trägt sie zu einem sauren Milieu im Magen bei. Dieses ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die ersten Verdauungsschritte im Magen stattfinden können.

Calciumlactat

Calciumlactat ist eine gut wasserlösliche Calciumverbindung, die häufig in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird. Sie zeichnet sich durch ihre gute Verträglichkeit aus und dient in verschiedenen Rezepturen als Calciumquelle. Calcium selbst ist ein wichtiger Mineralstoff des menschlichen Körpers und auch des Verdauungsapparats. 

Pepsin

Pepsin ist eines der wichtigsten Verdauungsenzyme des Magens. Es wird vom Körper selbst gebildet und ist für die Aufspaltung von Eiweißen aus der Nahrung verantwortlich. Damit Pepsin seine Aufgabe erfüllen kann, benötigt es ein ausreichend saures Milieu im Magen. Erst unter diesen Bedingungen wird das Enzym aktiv und kann mit der Eiweißverdauung beginnen.

Fazit

Eine normale Magensäureproduktion bildet die Grundlage für zahlreiche Verdauungsprozesse. Sowohl zu viel als auch zu wenig Magensäure können den Verdauungsablauf beeinflussen.

Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, stößt häufig auf Inhaltsstoffe wie Zitronensäure, Weinsäure, Calciumlactat oder Pepsin, die seit vielen Jahren in verschiedenen Präparaten Verwendung finden.

Autor: Ing. Mag. Eva Bano

Ing. Mag. Eva Bano ist geschäftsführende Gesellschafterin der BANO Healthcare GmbH und leitet das österreichische Familienunternehmen seit 2009. Sie verantwortet die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Naturprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Als Fachkundige Person gemäß §10 AMBO, Qualitätsmanagementbeauftragte nach EN ISO 13485 und Verantwortliche Person für die Einhaltung der Regulierungsvorschriften nach MDR (PRRC) verbindet sie unternehmerische Erfahrung mit fundierter Expertise in Qualität, Produktsicherheit und regulatorischen Anforderungen. Ihr Anliegen ist es, Gesundheitswissen verständlich einzuordnen und hochwertige Produkte mit nachvollziehbarem Nutzen anzubieten.

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